Relegation zur Kreisliga

TSV Presseck – FC Ort   0:3 (0:1)

Der FC Ort hat den Schlüssel gefunden

 

 Der FC Ort streckte seinen Gegner bereits nach wenigen Minuten auf die Bretter, so dass sich dieser davon während der gesamten Restspielzeit nicht mehr erholte. Rödel hatte auf der linken Seite alle Freiheiten um sich zu positionieren. Seinen Rückpass nahm Peetz auf die Schippe und aus mehr als 20 Metern Entfernung setzte er den tückischen Aufsetzer zur Orter Führung in die Maschen. Erneut Peetz und Rödel prüften nur wenige Augenblicke später Keeper Langer und zwangen ihn zur Bewegungstherapie. Presseck war vom frühen Rückstand mächtig irritiert fand in der ersten halben Stunde zu keinem halbwegs gesunden Spielaufbau. Die nach vorne gedroschenen Bälle waren ein gefundenes Fressen für die sattelfeste FCO-Abwehr. So herrschte nach 20 Minuten erneut höchste Alarmstufe im rotweißen Gefahrengebiet. Nach einem Eckball fiel das „Runde“ Grießhammer vor die Füße, aber seine Direktannahme wurde vom Gegner noch abgefälscht. Auch Horn wollte da nicht nachstehen, doch auch seine 20 Meter-Granate strich über den Balken. Die Schwarzweißen hatten weiterhin ein deutliches Plus an Spielwitz und Raumaufteilung und gaben ihren Gegner so manches Rätsel auf, denn dieser war sich oft nicht schlüssig, ob er den Anweisungen des Trainers oder deren des Abwehrchefs Lettieri folge leisten sollte. Und sie konnten sich glücklich schätzen, nicht mit einem größeren Rückstand die Seiten zu wechseln.

Die Orter eiferten weiter einem schnörkellosen, überfallartigen Direktpassspiel nach und schickten Rödel gleich nach Wiederbeginn auf die Reise. Seine gefährliche Hereingabe verpassten jedoch gleich zwei einschussbereite FC-ler. Peetz, der eine bärenstarke Partie ablieferte, erstickte die Offensiv-Ansprüche der TSV-ler bereits im Keim und nahm sich die Zeit für gefährliche Ausflüge. Aber Horn konnte mit einer Rutschpartie das Spielgerät nur noch über die Hütte bugsieren. Nach einer guten Stunde zuckten auch einmal die Orter Anhänger zusammen, als die Lederkugel erst im dritten Versuch aus der Gefahrenzone befördert wurde. Auf der gegenüberliegenden Platzseite scheiterten Rödel und Horn zweimal an Schlussmann Langer und verpassten eine Vorentscheidung. In den letzten 20 Minuten wurde das Match noch kurzfristig zu einem wahren Fight, als Presseck die Gangart zu einem Alles oder Nichts erhöhte. Doch den Erfolg verspürten die Gegnerische Elf aus Ort, der sich nun jede Menge schulmäßige Konter boten. Und die Macke-Elf ließ sich nicht zweimal bitten: Zuerst wurde Findeiß auf die Reise geschickt und seinen millimetergenauen Pass drückte Horn zur Vorentscheidung über die Linie und kurz vor Spielschuss brachte der durchgebrochene Peetz einen langen Ball in den Sechszehner, den Findeiß als spurtschnellster zum 3:0 verarbeitete. Eine vorzügliche Leistung in allen Mannschaftsteilen bescherte den „Ärtern“ einen hochverdienten Erfolg. Das Bangen wurde somit in Schauenstein besiegelt. Nun ist noch das Hoffen angesagt.

 

TSV Presseck: Langer, Hillebrand, Hanys, Kaim, Müller, Frank, Bergmann, Krügel, Pekdas, Lettieri, Mujicic, Luft, Bodenschatz.

FC Ort: Kaufmann, Peetz, Grießhammer, Spindler, Keil, A. Stark, Rank, Findeiß (1), Bächer, Horn (1), Rödel, Lang, Wauer.

Torfolge: 6. Min. Peetz 0:1, 82. Min. Horn 0:2, 89. Min. Findeiß 0:3

 

Schiedsrichter: Sebastian Küffner bot eine glanzvolle Vorstellung

Zuschauer: 360

 

03.06.2016 – Wolfgang Söllner

 

 


Relegation zu Kreisliga Hof/Mak

FSV Viktoria Hof – FC Ort   1:0 (0:0) (0:0) n. Verl.

Viktoria gelingt goldener Schuss – Ort darf noch hoffen

 

Nach dem Aufstiegskrimi am Freitag wurden auch beim Relegationskick in Stammbach die Fans der Tabellenzweiten der Kreisklasse bis zur letzten Spielminute der „Overtime“ auf die Folter gespannt. Beide begannen hochmotiviert und die Hofer konnten ihrer Favoritenrolle vor allem im 1. Abschnitt nicht ganz gerecht werden. Der FC Ort versuchte die Passgeber für ihre agilen Angreifer bereits in der neutralen Zone zu eliminieren, auch wenn anfangs öfters unerlaubte Mittel herhalten mussten. Drei schnelle gelbe Karten für das Macke-Team hinderten dessen Akteure allerdings nicht, weiterhin den Gegner frühzeitig zu attackieren und ihm den Schneid abzukaufen. So kamen die FC-ler noch am ehesten zu halbwegs gefährlichen Abschlüssen, doch Findeiß, Spindler und Bächer konnten die Lücke zum Erfolgserlebnis nicht finden. Währenddessen agierte die Viktoria meist mit rigorosen Befreiungsschlägen, um ihre Spitzen um Avci und Gruber in Szene zu setzen. Doch beide Abwehrbollwerke standen felsenfest und so plätscherte das Match ohne große Highlight‘s bis zum Seitenwechsel dahin.

Anfangs der zweiten Hälfte erarbeitete sich der FSV über den Dreh- und Angelpunkt Avci mehr Feldanteile und die Angriffsaktionen wechselten permanent hin und her. Doch die Angreifer hüben wie drüben waren in bester Obhut. So wurde die Begegnung zum Warten auf eine Nachlässigkeit im Defensiv-Verband eines Teams. Trotzdem hätte Sachs berühmt werden können, als er eine gute Hereingabe von Horn versiebte. Da auch Gruber eine Flanke nicht verwerten konnte, als er nicht richtig hinter das Leder kam, war Nachsitzen angesagt.

Weiter kräftezehrende 30 Minuten sollten zur Entscheidungsfindung dienen. Hof wirkte nun einen Tick gefährlicher und Avci prüfte Keeper Kaufmann, der zur Ecke lenkte. Kurz vor dem zweiten Seitenwechsel enteilte der bisher gut bewachte Torjäger Gruber mit einem geschickten Täuschungsmanöver seinem Bewacher Keil und ließ dem Orter Schlussmann keine Möglichkeit, den bitteren Rückstand zu verhindern. Im letzten Abschnitt waren die Schwarzweißen noch mehr gefordert und der Faktor Zeit arbeitete gegen sie. Trainer Macke beorderte Spindler in die Offensive und eine Findeiß-Flanke fand Horn, doch dieser konnte den Kopfball nicht im gegnerischen Kasten unterbringen. Auch in der restlichen Spielzeit schafften es die Schwarzweißen nicht, ein Powerplay aufzuziehen und so konnte sich der Aufsteiger immer wieder bis zum bitteren Schlusspfiff befreien.

Nun darf sich hoffentlich an einem weiteren Strohhalm geklammert werden.

 

Es kamen zum Einsatz: Kaufmann, Peetz, Keil, Spindler, A. Stark, Grießhammer, Rank, Findeiß, Bächer, Horn, Rödel, Lang, Sachs, Wauer.

Tor: 103. Min. Gruber 1:0.

Schiedsrichter: Hannes Hörath zeigte Format

Zuschauer: 350

 

28.05.2016 – Wolfgang Söllner