Kreisliga Nord – 9. Spieltag

FC Martinsreuth – FC Ort 3:2 (1:1)

Orter Aufbäumen kam zu spät


Dass der Gang zum Tabellenführer kein leichter wird, war dem Orter Anhang vorne herein klar. Die Heimelf nutzte mit ihren schnellen Vorstößen die gesamte Breite des Spielfeldes, und fackelte am Sechszehnmeter nicht lange herum. Sie feuerten aus allen Lagen, sodass die Gäste-Abwehr gehörig ins Schwitzen kam. Doch als Peetz vor dem Martinsreuther Strafraum gefoult wurde tat sich für Rank eine gute Möglichkeit auf. Allerdings setzte er den Freistoß in die gegnerische Mauer. Danach wurde der flinke Ries steil geschickt und Keil konnte ihn nicht mehr ausreichend stören, sodass der Martinsreuther zur frühen Führung einsandte. Allerdings schlug der Spitzenreiter im weiteren Verlauf aus seiner Überlegenheit kein Kapital, denn was auf den Kasten von Sadic kam, war dessen Beute. Der Rest wurde von der Defensivabteilung um die überragenden Schmidt und Spindler rigoros abgeräumt. Kurz vor dem Seitenwechsel wurde Findeiß auf der linken Seite im Strafraum sträflich frei gelassen. Für Hertrich ein gefundenes Fressen, ihm den Ball auf den einschussbereiten Fuß zu legen. Findeiß zog ab und das Spielgerät zappelte unhaltbar im langen Eck. Der überraschende Ausgleich machte den Gästen Mut und nach einer Hertrich-Granade hatte Keeper Seifert Mühe, das Geschoss über den Kasten zu lenken. So gesehen war das Remis zur Pause nicht unverdient.

Nach Wiederbeginn landete ein Freistoß der Platzherren auf dem Querbalken des Orter Tores. Der Hausherr investierte nun noch mehr Kraft in seine Offensivaktionen und beschwörte immer mehr Gefahr für den Kasten von Sadic herauf. Doch es musste ein Freistoß herhalten, um ihren Aufwand in Zählbares umzumünzen. Lang hatte Hager ca. 25 Meter vor dem eigenen Gehäuse gefoult und Strößner zirkelte das Leder unhaltbar zur erneuten Führung in den Torwinkel. Den Schwarzweißen gelang es nur noch selten, die heimische Abwehr in Verlegenheit zu bringen. So war ein Fernschuss von Keil, der sein Ziel knapp verfehlte, die einzige Möglichkeit im folgenden Spielverlauf. Zu allem Überfluss passierte ausgerechnet einem der Stärksten ein Lapsus, denn Schmidt’s Unsicherheit im eigenen 16-ner bestrafte Haidvogl gnadenlos mit dem 3:1. Nun schien das Match gelaufen zu sein. Doch Trainer Pischel beorderte zehn Minuten vor dem Ende Spindler ins Angriffszentrum und jeder holte nochmals die letzten Reserven aus sich heraus. Gleich beim ersten Angriff segelte der eingewechselte Hofmann in eine Spindler-Flanke, aber er rutschte er mitsamt dem runden Leder am Pfosten vorbei. Auf der anderen Seite konnte sich der Orter Schlussmann auszeichnen. Nun war auf einmal mehr „Schmackes“ in den Gäste-Aktionen. Erneut wurde Spindler auf die Reise geschickt, seine Hereingabe verpasste Keeper Seifert und Hofmann verkürzte mit dem Anschlusstreffer. Nun zogen übertriebene Fouls der Heimelf regelmäßig Behandlungen der Gegenspieler nach sich. Trotzdem riskierten die Schwarzweißen alles, brachten die Gastgeber in Bedrängnis, doch zum Ausgleich reichte es nicht mehr.


Es spielten: Sadic, Rank, Lang, Spindler, Keil, Schmidt, Bodenschatz, Findeiß (1), Hertrich, Peetz, Horn, Hofmann (1).

Torfolge: 13. Min. Ries 1:0, 41. Min. Findeiß 1:1, 57. Min. Strößner 2:1, 68. Min. Haidvogl 3:1, 80. Min. Hofmann 3:2.

Schiedsrichter: Kuhbander ließ sich nichts vormachen

Zuschauer: 130


05.09.2014 – Wolfgang Söllner