Kreisklasse West – 5. Spieltag

SV Froschbachtal 2 – SG Ort/Oberweißenbach 1   0:3 (0:0)

Ein Zwischenspurt rettet die Punkte

 

Kantersieger des letzten Spieltages beim Schlusslicht. Eigentlich waren Rollen bereits vor dem Match zugunsten der Gäste-Elf verteilt. Doch die Zuschauer hüben und drüben rieben sich zunächst verwundert die Augen, denn nicht der haushohe Favorit dominierte die Partie, sondern die aufopferungsvoll kämpfenden Frösche machte dem Aufstiegsaspiranten die Hölle heiß. Höchst selten konnte die Spielgemeinschaft einmal einen zugespielten Ball kontrollieren. So war die Begegnung mit Zufallsprodukten übersäht. Immer wieder stichelte ein Grünhemd dazwischen, sodass ein Verlegenheitsschuss von Nilgen, der knapp am Pfosten vorbei streifte, die einzige nennenswerte Ausbeute in Halbzeit Eins war. Während Al. Rödel auf der linken Seite recht glücklos agierte, konnte A. Stark mit seinen Freiheiten auf der rechten Außenbahn wenig anfangen und seine Aktionen verpufften meist im Nichts. Aber auch die Mittelfeldachse mit M. Goller, Bächer und Kaiser schaffte es in den ersten 45 Minuten nicht mit Einfallsreichtum zu glänzen und einen gestalterischen Zugriff zu erwirken.

Nach der Pause erwies sich der Schachzug von Trainer Macke mit Rank und Andr. Rödel die rechte Außenbahn zu forcieren als ein Griff in die Goldkiste. Denn nicht nur die beiden Einwechselspieler trieben den Ball nach vorne, sondern auch Alex. Rödel bekam auf der gegenüberliegenden Seite immer mehr Freiräume, da die Spielgestaltung der Gäste sehr an Variabilität gewann. Die einheimische Abwehr verlor ihre Souveränität zusehends und der erste Treffer für die SG war nur eine Frage der Zeit. Als dann M. Goller sich rechts behauptete und Nilgen in fragwürdiger Abseitsposition bediente, war es um die Gastgeber zum ersten Mal geschehen. Nun lief die Antriebsmaschinerie in Schwarz-Weiß auf Hochtouren. Als zwei Minuten später Al. Rödel auf und davon eilte, der Kopfstoß des angespielten M. Goller noch misslang, aber Nutznießer Andr. Rödel drückte das Leder hinter die Linie. Wenig später produzierte das Brüderpaar einen Pfostenknaller, der, schon die endgültige Entscheidung bedeutet hätte und M. Goller scheiterte an Keeper Miksche. Zur Krönung folgte der schönste Treffer des Tages, den A. Stark auf der rechten Seite einleitete, Andr. Rödel aufbereitete, sodass Nilgen den Schlappen nur hinhalten musste, um zu vollenden. Die letzte brenzlige Situation hatten die Angereisten zu überstehen, doch TW Kaufmann war auf dem Posten.

Fazit: Dank eines Zwischenspurts wurden die Unzulänglichkeiten der ersten Hälfte noch kaschiert. Ob dies allerdings gegen spielstärkere Teams funktioniert, erscheint höchst fraglich.

 

Es spielten: Kaufmann, A. Stark, Schneider, Keil, Peetz, Grießhammer, Kaiser, Bächer, M. Goller, Nilgen (2), A. Rödel, Rank, Andr. Rödel (1), Wauer.

Tore: 56. Min. Nilgen 0:1, 58. Min. Andr. Rödel 0:2, 82. Min. Nilgen 0:3.

Schiedsrichter: Markus Dotzauer lag öfters daneben

Zuschauer: 90

 

20.08.2016 - Wolfgang Söllner