Kreisklasse West – 7. Spieltag

 

TSV Enchenreuth 1 – SG Ort/Oberweißenbach 1   2:3 (1:1)

 

Heilsbringer Adolph lässt SG zittern

 

Ein knappes Dutzend Hochkaräter genügten der Spielgemeinschaft nicht, das Match in geregelte Bahnen zu lenken. So mussten die Abwehrrecken der Gäste bis zum Schluss vor Phantom Adolph auf der Hut sein, um letztendlich die hochverdienten Punkte zu entführen.

 

Der Spitzenreiter dominierte das Match und setzte bereits nach einer Viertelstunde das erste Ausrufezeichen. Andr. Rödel wurde an der Strafraumkante vom TSV-Keeper grob gefoult und M. Goller zirkelte das Spielgerät an den Pfosten. Während die Heimelf sich selten befreien konnte, drängte das Macke-Team auf eine schnelle Entscheidung, doch Niemanden glückte ein Erfolgserlebnis. Erst nach einer knappen halben Stunde kam Feuer ins Spiel. Zuerst vergab Nilgen frei vor Torwart Schuster, im Gegenangriff fand Adolph den Weg nicht ins gegnerische Tor. Kurz danach stand Adolph nach einer Flanke goldrichtig und setzte per Kopf das Leder in die Maschen zur schmeichelhaften TSV-Führung. Zwei Minuten später prüfte M. Goller den heimischen Schlussmann, der das Leder nicht greifen konnte und Nilgen war zur Stelle und staubte zum hochverdienten Ausgleich ab. Nun drückte der Gast weiter aufs Tempo und Enchenreuth blieb nur bei Standards gefährlich. Eine Goller-Granate zischte über das Tor der Hausherren und einen vielversprechenden Angriff unterband der Gegner mit einem brutalen Foul an Findeiß, sodass das Remis zur Pause Bestand hatte.

 

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag, denn Findeiß nahm aus mehr als 30 Metern Maß und hinter dem verdutzten Hüter der Gastgeber schlug der Ball unter der Latte ein. Nun sorgte Bächer als Unruhestifter für viel Verwirrung in der gegnerischen Abwehr. Zuerst legte er Andr. Rödel den Ball in die Gasse, aber trotz genügend Zeit, die richtige Entscheidung zu treffen, triftete der Schuss am langen Pfosten vorbei. Die nächste Gefahr produzierte er mit einer Flanke auf Nilgen, der setzte den Kopfball ins Niemandsland. Zum Dritten schickte Bächer seinen Kollegen Nilgen ins Enchenreuther Verderben, denn dieser traf überlegt ins lange Eck zur Vorentscheidung. Jetzt hatte es den Anschein, der Konkurrent um die Tabellenspitze wirkte angezählt und es gelangen nur noch Befreiungsschläge auf ihren Goalgetter. Hier versäumten es die Gäste, den Deckel drauf zu machen. Aber anstatt zu erhöhen, leisteten Sie sich einen Querpass am eigenen Strafraum, in den ein Gegner sprintete und Adolph sagte danke zum Anschlusstreffer. Und weiterhin war der Tabellenführer drauf und dran, um das 4. Mal zu treffen. Nilgen setzte sich durch, aber Al. Rödel schaffte es nicht zu vollenden. Peetz flankte auf Goller, sein Kopfball landete am Aluminium. Al. Rödel tankte sich rechts durch, Nilgen Spitze war zu kurz. In den Schlussminuten warf zwar Enchenreuth nochmals alles nach vorn, aber der Heilsbringer wurde nicht mehr gefunden.

 

Am Ende ein verdienter Erfolg der Fusions-Truppe, die allerdings schon sehr frühzeitig für klare Verhältnisse hätte sorgen müssen.

 

 

Das Derby bestritten: Kaufmann, A. Stark, Schneider, Keil, Peetz, Findeiß (1), Kaiser, M. Goller, Andr. Rödel, Nilgen (2), Sales, Bächer, Rank.

 

Torfolge: 27. Min. Adolph 1:0, 29. Min. Nilgen 1:1, 48. Min. Findeiß 1:2, 54. Min. Nilgen 1:3, 78. Min. Adolph 2:3.

 

Schiedsrichter: Kannheiser (Hof) lag nicht immer richtig

 

Zuschauer: 110

 

 

04.09.2016 – Wolfgang Söllner