Kreisliga Nord – 3. Spieltag

 

VfB Helmbrechts 98 1 – SG Ort/Oberweißenbach 1   1:5 (1:1)

 

Die Tabellenspitze erklommen

 

Strahlende Gesichter konnte man im Lager der Spielgemeinschaft nach dem Derby beim VfB Helmbrechts ausmachen, denn der Aufsteiger thront nach drei Auswärtssiegen alleine am Platz an der Sonne. Dabei kam die Elf von Trainer Macke im ersten Abschnitt nicht so recht in Schwung und biss sich am Abwehrbollwerk der VfB-ler die Zähne aus. Erst als in Hälfte Zwei die Kräfte des Tabellenletzten erlahmten, schlugen die Gästespieler eiskalt zu.

Die SG diktierte das Match von Anfang an, sah sich aber mit ihren Anspielen durch die Schnittstelle der von Stoph gut organisierten Abwehr meist in Abseitsstellung wieder. So blieben glanzvolle Aktionen Mangelware, da auch die Einheimischen mit Ihren wenigen Nadelstichen die gegnerische Abwehr nicht auf die Probe stellen konnte. Fast ein wenig überraschend fiel dann doch der Führungstreffer für den Tabellenzweiten. Nilgen löste sich von seiner Bewachung und sein Sprint führte an Torwart Frey vorbei ins VfB-Gehäuse. Doch die SG-ler freuten sich nur kurz, denn gleich nach dem Anspiel nahm sich P. Müller dem Spielgerät an und donnerte mit einem Sonntagsschuss das Leder in den Torwinkel. Kurz danach lenkte Keeper Kaufmann einen Kopfball von Tonndorf über den Querbalken und Kaiser’s Schlenzer streifte die Latte. Dies sollte es auch schon an „Highlights“ im ersten Abschnitt gewesen, denn zu phlegmatisch agierten beide Teams, um das Publikum auch nur annähernd begeistern zu können.

Nach dem Seitenwechsel war Besserung in Sicht, denn nun drückte der Gast mehr auf’s Tempo und schon mussten sich die Platzherren mit hastigen Schwimmübungen über Wasser halten. Als Cisse aus spitzen Winkel in den Strafraum eindrang und Richtung Tor kickte, konnte D. Horn mit einem Rettungsversuch den Ball nur noch ins eigene Netz drücken. Nun veranstaltete Ort/Oberweißenbach ein Powerplay, von dem sich die Helmbrechtser nur selten befreien konnten. Gleich mehrmals hatten die Anhänger den Torschrei auf den Lippen, aber Bächer verpasste eine Nilgen-Hereingabe und Nilgen wurde zu weit abgedrängt, um erfolgreich abschließen zu können. Zudem konnte Nilgen mit einem „Brett“ aus wenigen Metern nicht einlochen. So musste Engelhardt seinen Kollegen vorführen, wie man Torerfolge kreiert. Auch der eben eingewechselte Bittner konnte eine Grießhammer-Vorlage im Tor eiskalt unterbringen. Den Schlusspunkt setzte Engelhardt, der einen Elfer verwandelte, nachdem Nilgen rigoros vom Helmbrechtser Schlussmann von den Beinen geholt wurde. Nun war die SG haushoch überlegen, aber Nilgen nach einer Cisse-Hereingabe verpasste ebenso, wie nach einer Findeiß-Flanke, als er die Latte traf. So blieb der Sieg der Vorortler noch im bescheidenen Rahmen.

 

Der Spitzenreiter: Kaufmann, A. Stark, Schneider, Lochner, Rank, Kaiser, Engelhardt (2), Bächer, Nilgen (1), Cisse, Grießhammer, Keil, Bittner (1).

Tore: 24. Min. Nilgen 0:1, 25. Min. P. Müller 1:1, 49. Min. D. Horn (ET) 1:2, 65. Min. Engelhardt 1:3, 78. Min. Bittner 1:4, 81. Min. Engelhardt (11m) 1:5.

Schiedsrichter: Rudolf Kasper leitete unauffällig

Zuschauer: 130

 

30.07.2017 – Wolfgang Söllner